BE T(W)EEN
Die
Pärchen  Beratung
Wissenschaftliche Sichtweisen auf Beziehungen.
Warum wollen wir eigentlich mit jemanden zusammensein und eine Beziehung führen oder herstellen ?

Natürlich gibt es zum einen den rein biologischen Grund, eine Familie gründen und das anschließende gemein­same groß­ziehen von Kindern. Aber darüber hinaus existieren noch viel mehr komplexere Hinter­gründe, warum wir nach Beziehungen suchen. Hier sollte die so wichtige Bindungs­theorie und die Bindungs­muster nach Bowlby und Ainsworth angesprochen werden. Diese beziehen sich auf die Abhängig­keiten in der Kindes­entwicklung zu Bezugs­personen wie Eltern oder anderen Pflege­personen. Wenn die Entwicklung dann normal statt­findet, kann sich das Kind oder der Jugendliche langsam von dieser Abhängig­keit lösen und eine relativ unabhängige und erwachsene Persön­lich­keit entwickeln. Falls nicht, besteht evtl. auch beim Erwachsenen dann eine über­mäßige Abhängig­keit von einer Beziehung oder einem Partner.

Es kommt auch vor, daß Beziehungen dafür mißbraucht oder gebraucht werden, um ganz eigene egoistische Ziele zu verfolgen. Bei der sogenannten Kollusion kommt es zu einem Zusammen­spiel von zwei oder mehr Beteiligten, die ihre mehr oder weniger konflikt­haften Bedürfnisse aus­leben. Ein ein­faches Beipsiel hierzu wäre, dass ein Partner sehr viel redet, laut und offensiv ist, der andere Partner dagegen genau das Gegen­teil, also sehr zurück­haltend, leise und defensiv. Weiter­hin gibt es auch eine wichtige gesell­schaft­liche Komponente, durch die wir bereits in unserem Kindes- und Jugend­alter lernen, daß gesell­schaftliche Bindungen und Beziehungen not­wendig sind bzw. gefordert werden, um in einem gesell­schaft­lichen System anerkannt zu werden.
Das Erfolgsgeheimnis einer langlebigen Beziehung!
Tat­sächlich gibt es einen wichtigen Faktor, der einen sehr großen Anteil dazu beiträgt.

"Positive Affekte" (Gefühle, emotio­nale Ausdrucks­weisen)!

Dies wurde in einer Lang­zeit­studie der Psychologen Gottman und Levenson in den 80´er Jahren fest­gestellt. Über mehrere Jahre hin­weg wurden mehrere verheiratete Paare befragt und deren Verhalten bewertet. Dabei zeigte sich, daß sich Paare schneller trennten, wenn sie problema­tische Themen mit Beschwerden und Vorwürfen besprachen bzw. austrugen. Wogegen andere Paare, die länger zusammen blieben, diese problema­tischen Themen und Gespräche eher mit Humor und Verständnis behandelten. Das Fazit dieses Experiments war also, daß sich Paare schneller trennten, umso höher ihr Anteil an negativen Affekten war. Paare, die in der Lage waren, mehr positive Affekte zu zeigen, konnten ihre Beziehungen länger erhalten.

Ein anderer Faktor, der lang­lebige Beziehungen verhindern kann, sind große Ängste vor Trennung und Ängste vor Auseinander­setzungen. Konflikt­besetzte Themen sollten aber ausgetragen und besprochen werden, damit sie sich nicht als negative Vorbehalte in den Köpfen der Partner fest­setzen.
Warum habe ich genau diesen Partner?
Vielleicht hast Du Dich schon mal gefragt, warum gerade ihr beide zusammen gekommen seid ?

Natürlich gibt es zum einen die rein optischen und äußeren Merkmale. Und natürlich ent­stehen auch auf diesem Weg neue Beziehungen.

Aber was kann eine psycholo­gische Erklärung sein ? Die Erklärung kannst Du in Dir selbst finden. Jeder Mensch entwickelt nämlich auf­grund seiner Er­ziehung und Lebens­situation sein eigenes persön­liches Profil, das letzt­endlich dann die Basis für Ent­scheidungen bei der Partner­suche oder innerhalb einer Beziehung darstellt. Das bedeutet, daß Du auch selbst den Grund­stein für Deine Partner­wahl legst. Dieses kann natürlich auch völlig unbewußt ab­laufen und gar nicht so richtig von Dir selbst ver­standen oder erkannt werden. Ein Beispiel hierfür wäre das Konzept der sogenannten Wieder­holungs­figur. Dabei wird ein Partner gesucht, der die fast völlige Wieder­holung einer Person aus der Vergangen­heit wieder­spiegelt. z.B. der Vater, die Mutter, der Ex Partner, oder sonstige Personen, die Dich nach­haltig beeinflusst haben.
Mein Partner hat mich betrogen!
Wieso?
Fremd­gehen des Partners ist ein sehr schmerz­liches Erlebnis und dieses Gefühl von Hass, Wut, Verzweif­lung und auch körper­lichen Smyptomen wie Bauch­schmerzen, Kopf­schmerzen, Benommen­heit und weitere können einem Menschen extrem zusetzen. Dabei werden die Kriterien des Fremd­gehens von jedem anders fest­gelegt. Darunter fallen Blicke, Berührungen, mit jemanden nur reden, Sex oder vielleicht auch nur weniger Zeit mit dem Partner ver­bringen.

In der Regel sind "Fremdgeher" Menschen, die in ihrer Ent­wicklung, speziell im Kindes­alter, auf irgendeine Art und Weise alleine gelassen, oder vernach­lässigt wurden oder nie genug Anerkennung und Akzeptanz erfahren haben. Seltsamer­weise ist es paradox, weil man glauben müsste, daß sich solche Menschen zwang­haft an nur eine Person hängen und diese nicht ver­lieren wollen. Aber das Gegen­teil ist der Fall. Diese Menschen haben zu viel Angst davor, sich auf das Glück mit nur einer Person zu ver­lassen und befinden sich deshalb in einem ständigen Dauer­zustand der Suche. Diese Suche kann aber nur dann zu Ende gehen, wenn diesen Personen klar wird, was ihr Problem ist.
Ist mein Partner mit mir glücklich?
Es müsste doch eine logische Schluß­folgerung sein: "wenn mein Partner mit mir zusammen ist, dann ist er auch mit mir glücklich. Warum sollte er denn sonst bei mir sein!?"

Aber ganz so einfach ist es nicht!

Jeder Mensch hat seine eigenen Motiva­tionen und Gründe, warum er mit anderen zusammen ist. Sei es als Partner oder in freund­schaft­licher Beziehung. Jeder verfolgt in gewisser Weise auch immer seine egoistischen Ziele und Bedürf­nisse. Es wird außer­dem von jedem anders definiert, wie "glücklich sein" aussehen sollte. Sei es in Form von ständigem fröhlich sein, oder minimalem bis gar keinem Streit. Oder ständige Bekundung der An­erkennung und Liebe.

TIP: Wenn Du Dir nicht sicher bist, was Dein Partner fühlt und denkt, sei mutig und frag nach, ob alles in Ordnung ist und ob sich Dein Partner wohl­fühlt. Falls ja, wirst Du in der Regel eine ent­spannte und freund­liche Antwort bekommen, weil Du Deinem Partner wichtig bist und er das Glück nicht gefährden will. Wenn Dein Partner aber gestresst und genervt darauf reagiert, kann es sein, daß es irgend­einen Konflikt gibt.
Beziehung retten.
Aber wie?
Bei einer gefähr­deten Beziehung spielt selbst­verständ­lich zunächst einmal auch eine Rolle, ob es Kinder in der Beziehung gibt, weil es dann eben mehr Beteiligte gibt, die von einer Ent­scheidung bzw. Trennung betroffen sind. Also ist es für eine Familie noch wichtiger, zusammen zu bleiben, um Kinder nicht zu trauma­tisieren.

Hier nun ein paar Konzepte, wie man die Qualität in einer Beziehung wieder ver­bessern könnte.

Erstes Konzept! Rück­griff auf positive Zustände aus der Ver­gangen­heit ! Das bedeutet, dass Du mit Deinem Partner alte Erleb­nisse aus der Ver­gangen­heit wieder auf­leben lässt. Über­lege, was ihr früher gerne mit­einander unter­nommen habt oder wo ihr euch gerne auf­ge­halten habt. Evtl. kann durch die positive Ver­knüpfung mit früher wieder ein neues, gutes Gefühl ent­stehen.

Zweites Konzept! Nutze eine positive Irri­tation! Um das zu erreichen, musst Du bereit sein, Deine alten und vielleicht auch un­flexiblen Denk- und Verhaltens­weisen auf­zu­brechen und Dir völlig neue und über­raschende Aktionen und Aktivi­täten aus­denken. Dein Partner wird zuerst irritiert sein, aber trotz­dem sehr interes­siert daran sein, warum sich plötz­lich etwas an Dir ändert. Das könnte euch aus dieser Sack­gasse heraus­helfen, die zwangs­läufig zum Ende führt.

Drittes Konzept! Abstinenz! Das bedeutet, dass ihr euch für eine Zeit lang trennt. Dann wird sich zeigen, ob immer noch genug Potenzial für eine Zukunft der Beziehung vor­handen ist.
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