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Die
Single  Beratung
Der Erstkontakt ! 
Warum werde ich dabei nervös und schüchtern?
Viele kennen das Gefühl von An­spann­ung und Ner­vosi­tät, wenn man zum ersten Mal jeman­den trifft, den man interes­sant findet oder bei einem ersten Date. Man würde eigen­tlich viel lieber völlig ent­spannt sein und diese Momente bewußt genießen können. Verständ­licher­weise wird Nervosi­tät und Anspan­nung all­gemein als psychische Schwäche vom Gegen­über aus­gelegt und unbewusst als negativ bewer­tet. Aber warum kann man das nicht kontro­llieren oder besser gesagt komplett sein lassen?

Der Haupt­grund für diese emotio­nalen Achter­bahn­fahrten ist, dass Erwar­tungen nicht er­füllt werden können. Sowohl von einem selbst, als auch vom Gegen­über. Weiter­hin kann eine Er­ziehung, die hohen Wert auf An­passung, Leistung und grossen An­spruch an sich selbst gelegt hat, ein Grund sein. Ein weiterer Faktor könnte aber auch Verlust­angst sein. Diese wurde viel­leicht durch ein Erlebnis in der Ver­gangen­heit ausgelöst. Ein weiterer möglicher Grund: Aus kultureller Sicht neigt speziell die deutsche Mentali­tät mehr dazu, vor­sichtig und ängst­lich zu sein.



TIP: Um An­spannung und Nervosi­tät zu ver­hindern oder zu redu­zieren, solltest Du immer wieder mal Deine Atmung kontrol­lieren und tief und lang­sam atmen. Typisch sind auch kleine Ver­krampfungen im Körper, die man selbst gar nicht so richtig mit­bekommt. Achte auch hier darauf, wo im Körper An­spannung statt findet und versuche Ent­spannung herzu­stellen. Ausserdem solltest Du Dich nicht besser dar­stellen, als Du bist. Rede nicht über Themen, von denen Du keine Ahnung hast. Gib offen zu, wenn Du etwas nicht weisst oder nicht kannst. Wenn Du eine un­ehrliche Person dar­stellst, wirst Du auch eine unehr­liche Person bzw. "Lüge" bekommen. Sei ehrlich und bescheiden, so findest Du auch einen ehrlichen und beschei­denen Partner, sofern Du das willst ;-)
Bin ich selbst schuld an Misserfolgen?
Zum Teil ja, zum Teil nein. Etwas ganz Wichtiges aber schon vorweg! Niemand ist jemals alleine für Ereig­nisse oder Ent­wick­lungen verant­wortlich. Denk immer daran, daß auch Du viele Vor­teile hast und ein liebens­werter Mensch bist. Das Wort "Schuld" sollte man außerdem grund­sätz­lich nicht ver­wenden. Vielmehr geht es darum, seine Möglich­keiten zu erkennen, und richtig ein­zu­setzen.

Nehmen wir an, Du hast jemanden kennen­gelernt, mit dem Du gerne zu­sammen sein würdest. Aus irgend­welchen Gründen hat das aber nicht geklappt und Du fühlst Dich schlecht und fragst Dich vielleicht, ob Du etwas anders hättest machen sollen. Geh jetzt bitte nicht von der falschen Annahme aus, daß nur Du etwas falsch gemacht hast. Auch Dein Gegen­über hat Anteil, wie sich die Dinge ent­wickelt haben. Die schwierige Auf­gabe für einen Menschen ist deshalb, sich selbst reflek­tieren zu können und seinen Anteil, sowie den Anteil des Gegen­übers richtig ein­zu­ordnen.

TIP: Gib nicht nur Dir die Schuld, sondern lerne aus Deinen Erleb­nissen, die Dir dabei helfen, Deine eigene Persön­lich­keit und die von anderen Menschen besser ein­zu­schätzen. Darüber hinaus solltest Du Dich bei einem Miß­erfolg nicht darauf konzen­trieren, wie schlimm der Verlust ist und welche groß­artigen Vor­teile Dir jetzt verwehrt bleiben. Erkenne statt­dessen auch die Nach­teile des Gegen­übers, die Du also in Zukunft nicht hin­nehmen mußt. Denn es gibt IMMER auch Nach­teile bei JEDEM.
Sollte ich etwas an mir ändern?
Dazu muß man sagen, daß diese Frage­stellung in der Form eher falsch ist. Besser ausge­drückt müsste es eigent­lich heißen "Kann ich etwas an mir ändern!" und ist es über­haupt so wichtig, sich grund­legend zu ändern?

Diese Aus­sage ist eine sehr bedeut­same, weil es den meisten Menschen sehr schwer fällt, sich ein wenig oder sogar grund­legend zu ändern. Ein sehr gutes Beispiel für dieses Thema ist die sogenannte "erlernte Hilf­losig­keit". Ein Begriff, der vom Psycho­logen Martin Seligman geprägt wurde. Bei Ver­suchen mit Tieren konnte er fest­stellen, daß ein negatives und sich selbst beschränk­endes Selbst­bild erlernt worden sein kann und der Betroffene sich nicht aus seiner ein­geschränkten Handlungs­fähigkeit befreien kann. Obwohl man Tier­versuche heut­zu­tage als anstößig und inakzep­tabel betrachten muß, ist es dennoch eine wichtige Erkenntnis, was dabei passiert ist.

Seligman errichtete folgen­den Versuchs­auf­bau. Zuerst setzte er Tiere in eine Box mit einer Zelle, die dort immer wieder geringe und kurze Schmerz­reize er­hielten. Danach setzte er andere Tiere in eine andere Box mit zwei Zellen. Die erste Zelle verur­sachte auch die Schmerz­reize. Aller­dings konnten diese Tiere in die zweite Zelle wechseln, um sich vor den Schmerz­reizen zu schützen. Nun setzte Seligman die erste Tier­gruppe ohne Ausweich­möglich­keit in die Box mit zwei Zellen der zweiten Tier­gruppe. Also diesmal mit Aus­weich­möglich­keit. Das erstaun­liche war nun, daß die erste Tier­gruppe die Schmerz­reize völlig lethargisch über sich ergingen ließ, ohne den Versuch zu wagen, in die zweite Zelle zu wechseln um sich somit die Schmerz­reize zu ersparen. Dieses Ver­halten ist teilweise oder sogar komplett auf den Menschen über­trag­bar.

Diese Erkenntnis kann uns auf­zeigen, daß es möglicher­weise einige Menschen gibt, die durch ihre "erlernte Hilf­losig­keit" in nega­tiven und destruk­tiven Mustern gefangen und nicht in der Lage sind, Dinge zu ändern oder einen neuen bzw. zweiten Weg zu finden.
Wie kann ich echtes Interesse erkennen?
Bei diesem Thema wird es schon etwas kompli­zierter. Viele ver­schiedene Faktoren, wie z.b. gesell­schaft­liche, kulturelle, das Alter, die Bildung, aber auch Unter­schiede beim Verhalten der Geschlechter und der sexuellen Orientierung spielen eine Rolle. Betrachtet man z.b. einmal das klassische Signal "Anlächeln" als Interessens­bekun­dung, kann es schon zu Miß­verständ­nissen kommen. In vielen Dienst­leistungs­berufen wird ein freund­liches Lächeln erwartet, was aber nicht unbedingt großes Interesse be­deutet.

Ein älterer Mensch wird evtl. mutiger und offener Interesse zeigen. Ein jüngerer Mensch ist vielleicht dagegen wegen fehlender Erfahrung und Unsicher­heit evtl. sogar ablehnend. Das Gleiche ist selbst­verständlich auch umgekehrt möglich. Es gibt eben sehr viele Hinter­gründe, warum Menschen mit ihrer ganz speziellen Persön­lich­keit auf ihre Weise flirten oder Interesse zeigen. So mancher spricht sehr viel, ein anderer versucht durch Wichtig­tuerei Interesse zu bezeugen. Und wieder andere ver­suchen aus Schüchtern­heit und Kon­fron­tations­angst eine Begeg­nung mit einer be­gehrten Person sogar zu ver­meiden.

TIP: Wenn Du endlich heraus­finden willst, ob sich jemand tat­sächlich für Dich interessiert, sei mutig und zeige der Person, daß Du Interesse hast, indem Du die Zahl der persön­lichen Begeg­nungen und Gespräche erhöhst.
Gibt es überhaupt einen Traumpartner?
Ja, den hundert­prozentigen Traum­partner gibt es. Aber nur im Traum. Deshalb heisst er auch Traumpartner.

Man kann versuchen, sich dem Traum­partner so weit wie möglich anzunähern, indem man entweder alles Er­denk­liche dafür tut, so jemanden zu finden bzw. hart daran arbeitet, in die Richtung des Traum­partners zu gelangen. Oder man wartet sehr lange, bis es sich zufällig ergibt. Der Nach­teil bei dieser Fixierung auf den absoluten Traum­partner ist leider, daß es mit der Zeit ganz schön anstrengend werden kann, wenn man permanent dem Traum­partner Konzept hinter­her­läuft. Es ist dann auch nur noch wenig Platz für Kompromisse, so dass kleine Ab­weichungen, die sich im Leben nun mal ergeben, dazu führen, dass das Traum­partner Ideal wieder Risse bekommt. Also bedeutet, es kommt immer häufiger zu den sogenannten Lebens­abschnitts Partner­schaften. Nicht mehr zu den Partnern fürs Leben.

Ein weiterer Aspekt beim Thema Traum­partner bezieht sich auf die Selektion in Form von Attrak­tivität, Bildung, Ein­fühlungs­ver­mögen, sozialen und beruf­lichen Status usw. Speziell in den Industrie­nationen wird diesen Idealen gerne hinter­her gejagt. Die meisten Menschen wünschen sich eine möglichst hoch­wertige Beziehung in jeder Hin­sicht. Diese muss aber auch längere Zeit auf­recht­er­halten werden können.

TIP: Wenn Du einen ganz beson­deren "Traum­partner" haben willst, mußt Du Dir darüber klar sein, daß das höchst­wahr­schein­lich sehr viel Arbeit bedeutet. Oder sehr viel Geduld beim Warten darauf.
Wie gehe ich mit Altlasten um?
Jeder Mensch hat seine Ver­gangen­heit mit gewissen Er­fah­rungen hinter sich, die danach zukünftige Sicht­weisen prägen. Der aus der psycholo­gischen Forschung stammende Begriff  "erwartungs­bedingtes Ver­halten" beschreibt folgendes Phänomen. Du hast bestimmte Vor­stellungen davon, wie sich jemand wahr­scheinlich verhalten wird und welche Persön­lich­keit dieser hat, weil Dich Deine Erfah­rungen aus der Ver­gangen­heit auf dieses "stereotype" Bild geprägt haben.

Hier ein imaginäres Beispiel:

Du lernst jemanden kennen und dieser Mensch erzählt Dir, daß er vor kurzem eine zwei­stündige TV-Sendung gesehen hat. Dein erwartungs­bedingtes Ver­halten wäre nun, dass Du diese Erzählung evtl. mit Deinem Ex-Partner verknüpfst, der damals auch gerne fern gesehen hat und seine ganze Frei­zeit damit verbracht hat. Dich hat das immer sehr gestört, weil Du selbst eigent­lich viel lieber draußen und unter­wegs sein wolltest. Jetzt kann es sein, daß Du diese neue Person mit dem Ex-Partner verbindest und diesem neuen Partner das gleiche Schema unter­stellst.

TIP: Versuche sypmbol­haft Deinen "Reset" Knopf zu drücken und mach Deinen Kopf wieder frei für neue Sicht­weisen und lösche alte Denk­struk­turen und negative Über­zeu­gungen.
Status "Single".
Wie fühlt sich das an, wenn es um einen herum viele Pärchen gibt, aber man selbst immer noch Single ist. Klar, man hat das Gefühl, versagt zu haben oder nicht so attraktiv und sympa­thisch zu sein, wie Leute, die in Bezie­hungen leben. Aber ist dieses Gefühl tat­sächlich berechtigt? Nun kann man ver­suchen zu ver­gleichen, ob sich bei einem selbst negative Aspekte finden lassen, die andere nicht haben und deshalb leichter in eine Beziehung finden. Das Wichtigste ist auf jeden Fall, dass Du Dich nicht ins Abseits drücken lässt und weiter­hin an einer posi­tiven Grund­ein­stellung arbeitest. Das ist schon mal die halbe Miete, um sich für jemanden interssant zu machen.

TIP: Wenn Du wieder einmal das Gefühl hast, dass Du als Single gegen­über Pärchen deutlich im Nachteil bist, mach Dir klar, dass in einer Be­ziehung auch nicht alles Gold ist, was glänzt und dass Pärchen vielleicht auch sehr lange darauf ge­wartet haben, den vermeint­lichen "Traum­partner?" zu finden.
Einsamkeit muß nicht nur schlecht sein!
Du kannst ruhig glauben, dass das Single Dasein auch für eine gute charakter­liche Ent­wick­lung sorgen kann. Du lernst dabei, Dich von dem Gedanken der psycholo­gischen Ab­hängig­keit zu trennen. Und zwar die Ab­hängig­keit von einer Beziehung bzw. einem Partner.

Als wichtiges Beispiel für dieses Thema ist die Bindungs­theorie und das Bindungs­muster nach Bowlby und Ainsworth zu nennen. Danach entwickeln Babys und Kinder auf­grund ihrer Hilf­losig­keit zu ihren Eltern oder Pflege­personen not­wendige Bindungs­muster. In einer gesunden Inter­aktion mit normalen Ent­wicklungs­prozessen würden sich diese Ab­hängig­keiten mit der Zeit redu­zieren und zu einer adäquaten und un­ab­hängigen, erwachsenen Persön­lich­keit führen. Falls diese Beziehungs­muster nicht normal durch­laufen wurden, kann es zu einer übermäßig starken Abhängig­keit in Beziehungen führen.
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